Ministerpräsident Roland Koch hat sich nun zum Bekenntnis von Kultusministerin Wolff geäußert, sie sei lesbisch. Kultusministerin Karin Wolff hatt sich vor rund drei Monaten dazu bekannt, lesbisch zu sein. Koch kenne sie seit über 30 Jahren und habe ihr von ganzem Herzen ein glückliches Leben gewünscht. Er sagte auch "Ich achte unterschiedliche Lebensformen". Homosexuelle dürften "nicht diskriminiert, Homosexualität darf nicht tabuisiert werden."
Das klingt doch noch alles wunderbar. Koch sagte aber weiter: "Gleichzeitig sollten wir aber auch die Kraft haben, daraus keinen Kult zu machen." Er betonte, dass das wichtigste die Familie bleibe. "Es ist die Form, in der die meisten Menschen in diesem Lande leben." Und hier zeigt sich meiner Meinung erneut wie lebensfremd manche Politiker in der heutigen Zeit leben. Wie bitte erklärt Herr Koch einem Kind, welches in einer homosexuellen Familie lebt, dass es seiner Meinung nach keine Familie hat. Sollten wir nicht gerade in der heutigen Zeit dazu übergehen, Familie nicht mehr aus Sicht einzelner Erwachsener zu sehen, vorzuzugsweise Frau und Mann, sondern eben aus Sicht der Kinder. Für mich klingt es mehr als arrogant zu sagen, Homosexuelle dürfen nicht diskriminiert werden, aber gleichzeitig Familie genau nur so zu definieren, daß es in das schöne konservative Bild passt. Für mich ist dies auch Diskriminierung und zwar aller Kinder, die glücklich in "solchen" Familien aufwachsen.
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