Es ist kaum zu glauben, aber auch Richter sind immer wieder für einen Skandal gut. So geschehen in Spanien. Dort hat ein Richter einer Frau das Sorgerecht für ihre zwei Kinder abgesprochen, nur und eben weil sie lesbisch ist.
Nach geltendem Recht können in Spanien seit 2005, nachdem die Regierung ein neues Gesetzt beschlossen hat, gleichgeschlechtlichen Paaren Kinder adoptieren. Umso seltsamer erscheint die Entscheidung dieses Richters. Er verkündete "Kinder haben ein Recht auf einen Vater und eine Mutter, aber nicht auf zwei Mütter oder zwei Väter". Das homosexuelle Klima im Haushalt der Mutter könnte nicht gut für das Seelenheil der zwei Töchter sein, und so erteilte er dem Vater, der demzufolge Hetero ist das Sorgerecht.
Dies wiederum löste Empörung in Spanien aus. Über 15 Organisationen und Gruppen von Frauen , Schwulen und Lesben legten bei der Obersten Justizaufsicht Beschwerde gegen das Urteil ein, mit der Begründung. Der Richter kann zwar eine eigene persönliche Meinung haben, darf deswegen trotzdem nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Man kann nur offen, daß es auch in der spanischen Justiz noch genug Menschen klar denken können. Für mich einmal mehr ein Beispiel für Irren ist zwar menschlich, aber manchmal unerträglich.
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