In Berlin ruft der Lesben- und Schwulenverband offizell zum Bushido-Boykott auf. Schon vorher haben sich CDU- und Grünen-Politikern gegen einen Auftritt Bushidos beim Bravo-Konzert gegen Gewalt an Schulen ausgesprochen. Aufgrund seiner "gewaltverherrlichenden, homophoben und frauenfeindlichen" Texte sei er in keinster Weise für solch ein Event geeignet.
Jedoch weigert sich Bravo-Chefredakteur Tom Junkersdorf dieser Forderung nachzukommen.
Deshalb ruft nun der Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg Alexander Zinn dazu auf, an Junkersdorf und den Bauer-Verlag Protestbriefe und Protestemails zu schreiben.
Es ist schon seltsam wie ein Rapper sich zwar gegen Gewalt an Schulen engagieren kann, im Gegenzug in seinen Texten Gewalt gegen Homosexuelle propagiere.
Am deutlichsten zeigt die wahre Einstellung Bushidos ein von seinem Label veröffentlichtes Interview: "Ich bin eben in den Köpfen mancher Menschen dieser böse Rapper, der die Gedanken unserer Kinder verseucht ... Ich meine, glauben die Politiker ernsthaft, dass wenn sie meine Konzerte verbieten, die Kids wieder zur Schule gehen, aufhören, sich und ihre Lehrer zu schlagen und die Welt eine bessere wird? So ein Blödsinn!".
Er ist sich der Macht von Musik und ihrer Texte wohl in keinster Weise bewußt. Fragt sich nur warum er dann daran glaubt, daß sein Auftritt bei diesem Konzert etwas bringen könnte.
Bei dem Open-Air-Konzert unter dem Motto "Schau nicht weg" treten Künstler wie Mia, US 5, LaFee, Nevada Tan, Monrose und Sarah Connor auf. Bravo hatte die Anti-Gewalt-Kampagne im Frühjahr 2006 initiiert. Wollen wir hoffen, daß sich die Bravo in ihrer Einstellung zu Bushido noch einmal wandelt.
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lsvd