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Bea Wagner - Senta und Ulla - Safeword PfannkuchenDienstag, 13. Januar 2009
Bea Wagner - Senta und Ulla - Safeword Pfannkuchen
Inhaltsangabe: Auf einem Sommerfest verlieben sich Senta und Ulla ineinander. Doch eigentlich steht Ulla auf Männer und Senta hält nichts von festen Beziehungen. So dauert es noch beinah ein halbes Jahr, bis sie endlich zueinander finden. Nach ihren ersten Monaten als Paar entdecken sie für sich ihre Neigung zum SM Sex. Was mit gelegentlichem harmlosen Poversohlen beginnt, entwickelt sich zu einem zweiten Leben. In einem dieser Leben sind sie ein ganz normales Paar, das sich liebt und streitet, mit Alltags- und Berufsproblemen kämpft. Im anderen Leben sind Senta und Ulla Top und Sub. Sie sind stets bemüht, eine gesunde Balance zwischen ihren beiden Leben zu finden. Das gelingt nicht immer und führt zu einem Zwischenfall, der die Beziehung lange belastet. Trotzdem schaffen sie es, auch noch nach zehn Jahren glücklich zu sein. Meinungen: »Erst einmal darf ich Ihnen zu dem mehr als gelungenen Buch gratulieren. Die investierte Zeit, etc. hat sich definitiv gelohnt! Meine Frau und ich haben uns darin sehr gut wiedererkannt und wir sind uns sicher, dass es nicht nur uns so ergangen ist bzw. ergeht. Es bringt einfach sehr viele Themen unter einen Hut: Den beruflichen, familiären, gesellschaftlichen, feministischen und auch den rechtlichen Aspekt (Körperverletzungsdelikte, Homoehe, F65.5, etc.). Nicht zu vergessen natürlich der Umgang mit seinen BDSM- Neigungen gegenüber sich selbst, der Partnerin und nach Außen. Das Buch zeigt unserer Meinung nach, was es heißt BDSM aus- bzw. zu leben. Schade, dass es bislang wohl das einzige Buch seiner Art ist. Nichts desto trotz sind wir dankbar, dass Sie mit diesem Buch den ersten Schritt in die richtige Richtung gewagt haben.« »Lesbischer Roman um Beziehung, Liebe, Erotik und SM-Sex und wie frau alles unter einen Hut bringt. Die Autorin geht hier mit erstaunlicher Leichtigkeit, Natürlichkeit und auch Humor an die Sache.« Stadtmagazin für lesbische Frauen in Bielefeld »nunja, was sollen denn zwei wirklich harmlose Blümchensex Lesben dazu sagen. Am Kopf kratz... O:-) :-[staunend und mit weit geöffneten Mündern, mit Augen so groß wie Untertassen sitzen sie da, beschämt vor dieser literarischen Meisterleistung und fragen sich ernsthaft: „ob wir nun spießig sind???“ mal ohne quatsch, das buch ist echt genial, nicht das wir diese Szenarien jemals nachahmen möchten, aber du verstehst es halt mal wieder, auch auf diesem Gebiet, unbescholtene Leserinnen an dein buch zu fesseln... und den ein oder anderen einblick in jene Praktik zu gewähren.... schluck sehr gut, wenn auch zeitweilig sehr direkt und unverblümt :-[, was nicht negativ gemeint ist.... haben doch glatt ne kurze Unterredung führen müssen, ob bei uns in der Kiste alles klar ist... aber wir sind einstimmig dafür: bei uns bleibt`s blumig.... !!!! :-D« »Ich habe das Buch an einem Wochenende lesend verschlungen ... ich konnte nicht aufhören ... einfach tiefgreifend, berührend, egal in welcher Hinsicht ....« »Wir halten dieses Buch auf jeden Fall für längst überfällig und finden es schade, dass man sich zu diesem Thema, auch im Jahr 2008, noch immer bei der schwulen Literatur bedienen muss.« Paperback, 278 Seiten ISBN-13: 9783837065770 19,90 Euro Tags für diesen Artikel: bea wagner, senta und ulla
Marijane Meaker - Meine Jahre mit Pat - Erinnerungen an Patricia HighsmithFreitag, 2. November 2007
Marijane Meaker: Meine Jahre mit Pat. Erinnerungen an Patricia Highsmith.
Autorin: Marijane Meaker wurde 1927 in Auburn, New York, geboren und hat – teilweise unter verschiedenen Pseudonymen – über 40 Bücher veröffentlicht. Rezension von Andrea Schroeder: Marijane Meaker ist 32 Jahre alt, als sie all ihren Mut zusammennimmt und in einer New Yorker Lesbenbar die sechs Jahre ältere Patricia Highsmith anspricht. Die Chemie zwischen den beiden Schriftstellerinnen stimmt auf Anhieb, so dass sie sich bereits am nächsten Tag erneut verabreden. Dies ist der Beginn einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung, die zwei Jahre dauern soll. Eine Beziehung, die in der fast 750 Seiten starken Highsmith-Biografie "Schöner Schatten" von Andrew Wilson erstaunlicherweise so gut wie gar keine Berücksichtigung findet. Vielleicht hat dieser Umstand dazu beigetragen, dass Meaker motiviert wurde, ihre Erinnerungen an die Zeit mit Patricia Highsmith selbst in Buchform zu veröffentlichen. Marijane Meakers Erinnerungen reichen von der ersten Begegnung über den Umzug von New York in die Nähe von New Hope, Pennsylvania, wo die beiden Frauen ein Haus auf dem Land anmieten, bis hin zu einem letzten Treffen im Jahr 1992, dreißig Jahre nach ihrer Trennung. "Manchmal schreibt ein Buch sich ganz von selbst. Man hat es wie auf einem Tonband im Kopf, und es kommt ungefragt hervor, ergießt sich buchstäblich über die Seiten", schreibt Meaker an einer Stelle ihres Buches. Dies trifft zweifelsohne auch auf "Meine Jahre mit Pat" zu, das Buch liest sich leicht, es besticht durch seine lebendigen Dialoge. Meaker, die – zum Teil unter verschiedenen Pseudonymen – über 40 Bücher veröffentlicht hat, versteht sich auf ihr Metier. Die Erinnerungen an die beiden Jahre an der Seite von Patricia Highsmith scheinen der Autorin sehr präsent zu sein, nie gewinnt die Leserin den Eindruck, dass irgendein Detail dem Erinnerungsvermögen mühsam abgetrotzt wurde. Dies ist umso bemerkenswerter, da zwischen dem Erlebten und der Niederschrift eine zeitliche Distanz von nahezu 45 Jahren liegt. Diese große Distanz dürfte auch dafür gesorgt haben, dass Meakers Erinnerungen an Patricia Highsmith weder zu einer Abrechnung mit der ehemaligen Geliebten verkommen noch diese in übertriebenem Maße idealisieren. Sich selbst schont die Autorin im Übrigen nicht, wenn sie minuziös die Auswüchse ihrer obsessiv anmutenden Eifersucht schildert. Meaker beschreibt Patricia Highsmith im ersten Teil des Buches überwiegend als durchaus aufgeschlossene, aufmerksame und liebevolle Geliebte. Highsmiths negative Eigenschaften und Schrullen, wie beispielsweise ihre rassistischen und antisemitischen Ressentiments, werden jedoch ebenso wenig ausgespart. Ihr unmäßiger Alkoholkonsum ist im ganzen Buch allgegenwärtig. Als Meaker feststellt, dass die Freundin bereits am frühen Morgen zur Flasche greift, ist sie schockiert und es entsteht ein Streit, der den Anfang vom Ende der Liebesbeziehung der beiden Frauen markiert. Daneben gewährt uns die Autorin einen interessanten Einblick in die New Yorker Lesbenszene der fünfziger Jahre und wir erfahren einiges über die Lebensrealität lesbischer Frauen in einer Zeit, in der es noch üblich war, dass Frauen eines Restaurants verwiesen wurden, wenn sie Hosen trugen. Ein Buch, das nicht nur eingefleischten Highsmith-Fans ein fesselndes Lesevergnügen bereiten dürfte. © Andrea Schroeder Tags für diesen Artikel: meaker
Ann Wadsworth - Mrs MedinaMittwoch, 29. August 2007
Ann Wadsworth lebt in Boston, Mass., und ist als Heraus-geberin für die Publikationen der Bibliothek Boston Athenaeum verantwortlich. Mrs. Medina ist ihr erster Roman.
Kurzbeschreibung: Nach 25 Jahren Ehe begegnet Mrs. Medina, eine kultivierte Dame von 59 Jahren, einer Frau, die ihr nicht mehr aus dem Sinn geht: der jungen Blumenverkäuferin Lennie. Und diesmal lässt sie geschehen, was sie sich viele Jahre zuvor versagt hat. Sie sucht die Begegnung mit Lennie, und eine zarte Romanze entspinnt sich zwischen den beiden Frauen ... Rezension von K. P. zu Ann Wadsworth - Mrs. Medina Lange schon ist mir kein Roman mehr begegnet, der vom ersten Satz an zeigt, literarisch wertvoll zu sein, und jenen Sog hervorragender Erzählungen verursacht, der einen davonträgt und bis zum Ende nicht mehr freigibt. Mrs. Medina steht an einem Wendepunkt ihres fast 60jährigen Lebens – und wir sind eingeladen, die Zeit davor, danach und vor allem währenddessen mitzuerleben. Die Leserin lernt Mercedes Medina, eine 59 Jahre alte, gut situierte Frau kennen, als diese sich nach einem Zusammenbruch in einer Klinik wieder findet. Ihr Mann Patrick, einst berühmter Cellist und 25 Jahre älter als sie, ist gerade verstorben. Und ihre Affäre mit Lennie, einer 29jährigen Blumenverkäuferin, fand nahezu zeitgleich durch deren plötzliches Verschwinden ein jähes Ende. Mrs. Medina verliert die Kontrolle über ihr Leben, ernährt sich von trockenem Müsli und Gin, bis ihre Freundin Tina sie findet. „Lennie ist fort. Sie hat mich aus dem Schlaf zum Leben erweckt, und nun stelle ich fest, dass ich keinen Grund habe, wachzubleiben.“ Nach dem 1. Kapitel über diesen Klinikaufenthalt erzählt Ann Wadsworth nun rückblickend und auktorial von dem Weg dorthin. Sie erzählt von der Ehe zwischen dem charmanten, mittlerweile pflegebedürftigen Künstler Patrick und der sich treusorgend um ihn kümmernden und ihn bedingungslos liebenden Frau Mercedes. Sie wird zu ihrer eigenen Überraschung von Lennie, einer Frau, deren Lebensstil so gar nicht zu ihr passt, aus ihrem wohl arrangierten, finanziell sorglosen Leben gerissen und im wahrsten Sinne des Wortes „wachgeküsst“. In Kapitel drei dann erleben wir Mercedes auf Erholungsreise in der Karibik, wo sie Diana kennen lernt, die sechs Wochen zuvor von einer Dame namens Lily verlassen wurde. Und dann kommt es zu einem Wiedersehen mit Lennie. Vielleicht spürt manche potentielle Leserin den Verdacht in sich aufkeimen, dass allen Anschein nach wohl erst die Heteroehe durch Tod des Mannes zu Ende gehen muss, bevor die lesbische Romanze erlaubt ist. Doch hier sei gesagt: Eine derartige Tendenz ist zu keinem Zeitpunkt zu spüren, ganz im Gegenteil. Der Grundtenor dieses wunderbaren Romans ist nicht „Nun darf sie“, sondern vielmehr „Na endlich“. Das über 420 Seiten umfassende Buch ist zu keinem Zeitpunkt langatmig. Ann Wadsworths von Andrea Krug hervorragend übersetzte Sprache ist wunderbar poetisch und wohlklingend, niemals gestelzt oder künstlich. Nicht selten kam mir beim Lesen Virginia Woolf in den Sinn, und wenn der englische Originaltitel nicht „Light, Coming Back“ hieße, könnte man fast von einer bewussten Parallelität zu einer gewissen „Mrs. Dalloway“ ausgehen. Dieses Buch ist eine wirkliche Entdeckung, innerlich wie äußerlich handwerklich hervorragend gemacht und sei jeder ans Herz gelegt, die auf niveauvolle Literatur über eine niveauvolle Dame Lust hat! © K. P. Ann Wadsworth - Mrs. Medina Tags für diesen Artikel: medina
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