Donnerstag, 20. September 2007
Will And Grace ist eine US-Sitcom, die bisher bei ProSieben lief, wechselt innerhalb der ProSiebenSat.1-Gruppe den Sendeplatz. Die achte und zugleich letzte Staffel wird jedoch einen Sendeplatz erhalten, mit dem die Fans nicht gerade zufrieden sein können. Sie wird ab November im Nachtprogramm von SAT.1 zu sehen sein. Jedoch werden erst einmal alle schon ausgestrahlten 7 Staffeln wiederholt, ehe die 8. Staffel dann gesendet wird. Sie wird als Ersatz für die SAT.1 Nachtausgabe der Nachrichtensendung den Sendeplatz kurz nach Mitternacht erhalten. «Will & Grace» handelt von dem schwulen Rechtsanwalt Will Truman und der heterosexuellen Innenarchitektin Grace Adler. Sie kennen sich seit dem College und leben beide in New York in einer gemeinsamen Wohnung. Daneben gibt es noch ihre guten Freunde Jack McFarlane und Karen Walker. In den USA lief die Serie seit 1998 auf NBC. Dort hatte die Serie sehr unterschiedlichen Erfolg. Alle Hauptdarsteller konnten jedoch mindestens einen Emmy ergattern.
Ab Ende Oktober 2007 sendet SAT.1 die Sitcom «The Ellen Show» ebenfalls gegen Mitternacht aus. Es werden 18 Folgen ausgestrahlt.
Ich persönlich finde es immer wieder erstaunlich, daß im deutschen Fernsehen Gewaltserien wie Alarm für Cobra 11 um 20.15 ausgestrahlt werden und bei Serie mit eindeutig schwulen oder lesbischen Inhalten werden die Sendezeiten jenseits der 23.00 Uhr gelegt. Sorry aber das kann nicht nur an den Einschaltquoten liegen. Die neuen Staffeln von The L-Word wird ja anscheinend gar nicht mehr ausgestrahlt, obwohl die DVD-Version bei Amazon immer einen hohen Verkaufsrang hatte.
Will And Grace - Season 8
Quelle
Freitag, 14. September 2007
Der Film woman love women aus dem Jahr 2000 ist sicherlich nicht der neuste Lesbenfilm. Trotzdem möchte ich heute gerade über diesen Film etwas schreiben. Für mich ein Film, den frau immer wieder anschauen kann. In einer Zeitspanne von 1961 bis 2000 wird gezeigt, wie sich die Wahrnehmung für lesbische Liebe in der Gesellschaft geändert hat. In drei Geschichten in 3 Jahrzehnten 3 Liebesgeschichten. Sicherlich am meisten beeindruckend ist die Geschichte aus dem Jahre 1961, weil eben leider auch am traurigsten. Edith, einfach hervorragend gespielt von Vanessa Redgrave verliert durch einen Unfall ihre langjährige "Freundin" Abby. Sie darf sie weder auf diesem Weg begleiten, noch darf sie später um sie trauern und zu guter letzt wird sie von der Familie von Abby auch noch gedemütigt, die sich das Haus und viele Erinnerungsstücke unter Nagel reißt. Diese Geschichte finde ich einfach in vielerlei Hinsicht ergreifend. Es wird mir, die ich immer offen mit meiner Liebe umgehen durfte, gezeigt, daß dies vor 40 Jahren noch lange keine Selbstverständlichkeit war. Was mir aber auch sehr gefallen hat ist, daß wir hier nicht zwei junge hübsche Lesben sehen, die um ihre Liebe kämpfen, sondern das hier auch das Thema des Alters und des Sterbens mit aufgegriffen wurde. Die zweite Geschichte dreht sich sich dann zwei jungen Frauen in den 70iger Jahren. Linda verliebt sich in Amy. Diese wird aber von den feministischen Freundinnen nicht akzeptiert. Hier wir auch einmal aufgezeigt, daß Feminismus und lesbisch sein nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben muß. In der dritten Geschichte dreht sich dann ums Kinderkriegen. In sehr lustiger und lockerer Art von Sharon Stone und Ellen DeGeneres gespielt, wird einem vorgeführt wie "einfach" es doch ist, als lesbisches Paar mit einer Samenspende ein Kind zu zeugen. Insgesamt haben diese 3 Geschichten alles, was man für einen schönen Fernsehabend braucht. Romantik, Liebe, große Gefühle, etwas für die Tränendrüse und für die Lachmuskeln.
Die Verbindung zwischen den 3 Episoden bildet das gemeinsame Haus, in dem alle 3 Paare leben. Produziert wurde der Film von dem TV-Sender HBO. Es ist die Fortsetzung des Films If These Walls Could Talk (Thema Abtreibung mit Demi Moore und Cher in den Hauptrollen). Auch hier was das Haus schon Dreh- und Angelpunkt im Film. Noch als kleines Detail für alle Klatschtanten unter Euch: In der 3. Episode führte die damalige Lebensgefährtin von Ellen DeGeneres, nämlich Anne Heche, Regie. woman love woman
Dienstag, 11. September 2007
Eine Hochzeit zu Dritt
Als neulich mal wieder einen schrecklichen Tag hatte, ich wurde wieder ein Jahr älter, lag eine kleine Überraschung im Briefkasten. Ein Briefchen mit einer schönen DVD. Zumindest der Abend schien gerettet. Es wurde 20.30 Uhr, der Korken der Weinflasche floppte auf, die DVD war eingelegt. Es konnte losgehen. Als erstes sieht man ein Hochzeitspaar ( ein Mann und eine Frau) auf dem Weg zu ihrer Hochzeit. Nicht gerade die Vorstellung, die man von einem romantischem Lesbenfilm erwartet, aber frau sollte etwas Geduld haben. Noch während der Hochzeit kommen wir der Romanze sehr nahe. Ein Blick zwischen Rachel und der Floristin Luce. Während Rachel im Grunde den ganzen Film braucht zu erkennen, das dies Liebe ist, weiß es Luce sofort. Der Rest des Films ist schnell erzählt. Wie bringe ich es dem Ehemann bei, wie dem besten Freund, der sich in eine Lesbe verknallt hat, wie der Mutter usw. Zum Schluß noch eine "Verfolgungsjagd" im dichten Verkehr von London und schon sind wir beim Happy End. Sicherlich keine tiefgreifende Geschichte, aber ganz ehrlich wer braucht das schon an seinem Geburtstagsabend. Ein paar kleine wirklich magische Momente gibt es auch. So als sich die Hände beider Frauen bei einer kleinen Aufführung im abgedunkelten Raum verdammt nahe kommen. Auch jene, die ein wenig mehr wollen, kommen bei einer "wilden" Knutschszene im Hinterzimmer des Blumenladens auf ihre Kosten. Kurz um, ein Film zum Genießen, nicht mehr und nicht weniger. Ich danke nochmals der netten Spenderinnen für eine wunderschönen Abend mit meiner Frau. Eine Hochzeit zu Dritt
Sonntag, 9. September 2007
Samstag, 8. September 2007
Ministerpräsident Roland Koch hat sich nun zum Bekenntnis von Kultusministerin Wolff geäußert, sie sei lesbisch. Kultusministerin Karin Wolff hatt sich vor rund drei Monaten dazu bekannt, lesbisch zu sein. Koch kenne sie seit über 30 Jahren und habe ihr von ganzem Herzen ein glückliches Leben gewünscht. Er sagte auch "Ich achte unterschiedliche Lebensformen". Homosexuelle dürften "nicht diskriminiert, Homosexualität darf nicht tabuisiert werden."
Das klingt doch noch alles wunderbar. Koch sagte aber weiter: "Gleichzeitig sollten wir aber auch die Kraft haben, daraus keinen Kult zu machen." Er betonte, dass das wichtigste die Familie bleibe. "Es ist die Form, in der die meisten Menschen in diesem Lande leben." Und hier zeigt sich meiner Meinung erneut wie lebensfremd manche Politiker in der heutigen Zeit leben. Wie bitte erklärt Herr Koch einem Kind, welches in einer homosexuellen Familie lebt, dass es seiner Meinung nach keine Familie hat. Sollten wir nicht gerade in der heutigen Zeit dazu übergehen, Familie nicht mehr aus Sicht einzelner Erwachsener zu sehen, vorzuzugsweise Frau und Mann, sondern eben aus Sicht der Kinder. Für mich klingt es mehr als arrogant zu sagen, Homosexuelle dürfen nicht diskriminiert werden, aber gleichzeitig Familie genau nur so zu definieren, daß es in das schöne konservative Bild passt. Für mich ist dies auch Diskriminierung und zwar aller Kinder, die glücklich in "solchen" Familien aufwachsen. Quelle
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